[WordPress Schritt für Schritt Anleitung] Website selbst erstellen

Mit diesem umfangreichen Guide kannst du schnell und einfach deine eigene WordPress Website erstellen. Du benötigst keine Programmierkenntnisse und kannst direkt loslegen.
WordPress Website erstellen

WordPress ist das meist genutzte Content-Management-System (CMS). 33% aller Webseiten weltweit nutzen WordPress.
Ein Content-Management-System hilft dir dabei Inhalte für das Web zu erstellen, ohne Programmierkenntnisse zu benötigen.

Bei WordPress muss unterschieden werden zwischen WordPress.org WordPress.com. 
WordPress.org ist das Open-Source CMS auf das ich mich auf dieser Seite beziehe. Hier handelt es sich lediglich um die Software. Um Installation, Hosting etc. muss sich der User selbst kümmern.
WordPress.com dagegen ist das Hosting Angebot von den Machern von WordPress. Hier erhält man das Hosting der Webseite sowie die Domain, direkt in einem Paket. Allerdings erhält man in der gratis Version eine Wordpress.com-Domain. Zudem sind die Möglichkeiten im Vergleich zur Open-Source-Software recht eingeschränkt.

Deswegen empfehle ich immer WordPress selbst zu hosten. Das ist überhaupt nicht kompliziert. In diesem Beitrag erfährst du wie du den richtigen Hoster auswählst und wie du WordPress installierst und einrichtest.
Wie erwähnt wird, im weiteren Verlauf dieser Webseite, immer von der Open-Source-Software die Rede sein, wenn WordPress erwähnt wird.

Wofür kann man WordPress nutzen?

WordPress bietet unzählige Anpassungsmöglichkeiten um so gut wie jede Art von Website erstellen zu können.
Von der ursprünglich gedachten Nutzung als Blog kann man unter anderem aber auch Unternehmenswebseiten, Portfolio Pages, Event-Websites, News Magazine, Nachrichtenportale, Online-Communities, Wiki Seiten bis hin zu E-Commerce Onlineshops erstellen. Nur um ein paar Beispiele zu nennen

Warum solltest du WordPress nutzen?

Da WordPress, wie oben erwähnt, bei 33% aller Webseiten im Einsatz ist kann man davon ausgehen, dass es lange Zeit weiter betreut wird. Somit ist man hier für die Zukunft gesichert und muss nicht fürchten, dass man irgendwann auf ein anderes System umsteigen muss.

Durch die erwähnte Anpassungsmöglichkeit stehen einem die Türen offen um seine Webseite nach den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Da es sich um eine Open-Source-Software handelt und die WordPress Community sehr fleißig ist, gibt es eigentlich für jede erdenkliche Anwendung bereits ein passendes Plugin. Die meisten Plugins sind außerdem kostenfrei. Das macht den Einstieg ziemlich einfach, da man lediglich für Website Hosting und Domain etwas bezahlen muss.

Kostenlose Blogplattformen, wie Blogger.com und WordPress.com, lassen sich nicht unbedingt DSGVO konform nutzen. Außerdem wird dort vom Betreiber Werbung ausgeliefert. 
Dir fehlen die Anpassungsmöglichkeiten und ein späterer Umzug ist recht zeitaufwendig.

WordPress Installation

Wie installiere ich WordPress?

Bei der Installation von WordPress gibt es zwei Wege um das vorzunehmen. Aber bevor wir näher auf die Installation eingehen, müssen wir einen Hoster und eine Domain für unsere Webseite auswählen.

WordPress Hosting wählen

Die Wahl des richtigen Hosters ist aufgrund der schieren Anzahl an Hosting Anbieter nicht ganz einfach.
WordPress empfiehlt folgende Systemanforderungen, die der Hoster erfüllen sollte:

  • PHP 7.3 oder höher
  • MySQL 5.6 oder höher ODER MariaDB 10.0 oder höher
  • Nginx oder Apache mit „mod_rewrite module
  • HTTPS Unterstützung
  • SSD Speicher (nicht von WordPress vorausgesetzt, ich würde es aber sehr empfehlen)

Um herauszufinden ob der Hoster geeignet ist, wendet man sich am besten direkt an den Support und frägt nach ob die Anforderungen erfüllt werden. WordPress empfiehlt zudem einige Hoster. Da es sich bei diesen Empfehlungen allerdings um amerikanische Anbieter handelt kann es, dank der DSGVO, Probleme mit dem Datenschutz geben (da ich mich selbst immer auf deutsche Hoster verlassen habe, kann ich nicht genau sagen inwiefern diese Hoster im Einklang mit der DSGVO steh

Aus meiner eigenen Erfahrung mit der Nutzung von WordPress (mittlerweile seit 5 Jahren) kann ich die folgenden vier deutschen Hosting Anbieter empfehlen:

  • All-Inkl*: würde ich als sehr soliden Hoster für Einsteiger bezeichnen. Schon für einen geringen Preis von ca. 5€ kann man hier Hosting Pakete inklusive Domain erwerben.
  • AIXPRO: Diesen Hoster hatte ich ursprünglich für das Hosting eines Shopware Onlineshops mit angebundenem WordPress Blog genutzt. Allerdings bietet AIXPRO mittlerweile WordPress SSD Hosting mit LiteSpeed Webservern an. Dadurch kann die Performance der eigenen Webseite verbessert werden (das ist aber vielleicht eher was für die Techies unter uns).
  • Raidboxes: bietet von Haus aus erweiterte Caching und Security Features an. Dadurch wird die Webseite schneller und sicherer. Beides sind wichtige Vorraussetzungen für den professionellen Betrieb einer WordPress Website.
  • HostPress (nutze ich für diese Webseite aktuell): Auch hier werden von Haus aus erweiterte Caching und Security Features angeboten. Zwecks Caching erhält man hier das Plugin WP-Rocket im Hosting Paket.
Der Support hat mir bei allen vier Anbietern schnelle und zuverlässige Hilfe geboten.
 
In meinen Tests die ich vor meiner Wahl durchgeführt habe konnte HostPress die schnellsten Ladezeiten bieten. Deswegen habe ich mich für diesen Anbieter entschieden.
Auch wenn die Preise der drei letztgenannten nicht ganz günstig sind so würde ich dennoch empfehlen, dass man die Ladezeiten bei der Wahl des Hosters berücksichtigt. Denn gerade in Zeiten, in denen die Nutzung von Smartphones immer weiter zunimmt, und Google Ladezeiten als Rankingfaktor wertet, sind schnell ladende Webseiten essentiell für eine professionelle Nutzung.

Wahl des Domainnamen bzw. URL deiner Webseite

Bei der Wahl des richtigen Domainnamen gibt es ein paar Punkte die man bedenken sollte.

  • Für deutschsprachige Webseiten ist eine .de-Domain zu empfehlen (.com geht im Zweifelsfall auch).
  • Die Domain sollte nicht zu lang sein.
  • Geschützte Markennamen sollten natürlich nicht gewählt werden.
  • Am besten ist der Name in den sozialen Netzwerken ebenfalls noch frei.
  • Aber man sollte auch nicht zu viel Zeit bei der Wahl der richtigen Domain „verschwenden„. 

WordPress vom Hoster installieren lassen bzw. 1-Klick Installation nutzen

Die meisten Hoster bieten den Umzug einer bestehenden Webseite kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr an.
Alle mir bekannten Hoster bieten außerdem die sogenannte 1-Klick-Installation an. Damit kannst du eine neue WordPress Instanz fast mit einem Klick installieren. Mit einem einzigen Klick geht es dann doch nicht, denn du musst noch einen Benutzernamen sowie Passwort für den Admin Account wählen. Beachte den Hinweis in rot unten.

WordPress selbst installieren: 5 Minuten Installation

WordPress sagt selbst, dass die Installation in 5 Minuten durchgeführt werden kann. Allerdings wird im zweiten Satz erwähnt, dass dies eher von geübten Nutzern in 5 Minuten zu bewerkstelligen ist.

Ein Anfänger sollte das aber in ca 30 Minuten schaffen. Unter dem oben genannten Link findest du auch eine detaillierte Anleitung.
Hier die wichtigsten Schritte (ein ausführlicher Beitrag wird folgen):

  1. SSL Zertifikat einrichten.
  2. WordPress herunterladen und entpacken.
  3. Datenbank anlegen.
  4. wp-config.php Datei einrichten: Zugangsdaten für die Datenbank eintragen.
  5. Die WordPress Dateien auf dem Webspace hochladen: Mit einem FTP Programm wie Filezilla.
  6. Installation ausführen: Dazu muss http://example.com/wp-admin/install.php aufgerufen werden (example.com muss natürlich durch deine Domain ersetzt werden).
  7. Den Schritten der Installationsanweisung folgen
Beachte auch hier den folgenden Hinweiß. 
WICHTIG!

Wähle in beiden Fällen einen individuellen Benutzernamen für den Admin Account und nicht admin, administrator oder ähnliches. Außerdem solltest du ein starkes Passwort vergeben. Beides dient der Sicherheit deiner WordPress Installation.

WordPress Einrichtung

WordPress einrichten

Nach Abschluss der Installation geht es an die Einrichtung von WordPress.
Neben den grundlegenden Einstellungen, wird es Zeit ein passendes Theme auszuwählen und die benötigten Plugins zu installieren.

WordPress Einstellungen

Du solltest zunächst ein paar grundlegende Einstellungen vornehmen.

  1. Einstellungen › Allgemein:
    Gib den Titel deiner Webseite und sofern gewünscht auch den Untertitel an. 
    Die WordPress-und Website-Adresse solltest du nicht ändern, da du  sonst deine Webseite wahrscheinlich nicht mehr aufrufen kannst!
    Die Standardrolle eines neuen Benutzers sollte Abonnent bleiben.
    Anschließend kannst du die Zeitzone, das Datums- und Zeitformat, sowie den Wochentag mit dem die Woche beginnen soll anpassen.
  2. Einstellungen › Lesen:
    Deine Startseite zeigt auf eine statische Seite. Dazu musst du aber die benötigten Seiten anlegen. Wie du Seiten anlegst zeige ich dir weiter unten.
    Zeige im Newsfeed die Kurzfassung, sonst wird auf der Blog- und den Archivseiten der komplette Beitrag angezeigt was bei langen Beiträgen sehr unschön ist.
    Sollte sich deine Webseite noch im Aufbau befinden (was sie augenscheinlich tut) solltest du Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren. Aber nicht vergessen diese Einstellung zu deaktivieren wenn deine Webseite online geht.
  3. Einstellungen › Diskussion:
    Folgende Einstellungen solltest du hier aktivieren. Der Rest sollte deaktiviert sein.
    Besuchern erlauben, neue Beiträge zu kommentieren.
    Benutzer müssen zum Kommentieren Name und E-Mail-Adresse angeben.
    Opt-in-Checkbox für Kommentar-Cookies anzeigen.
    Mir eine E-Mail senden, wenn jemand einen Kommentar schreibt und ein Kommentar auf Freischaltung wartet.
    Dank der DSGVO solltest du Avatare deaktivieren um die Nutzung von Gravatar zu verhindern. Später kannst du bei Bedarf ein Plugin für alternative Avatare installieren.
  4. Einstellungen › Permalinks:
    Beitragsname -> https://example.com/beispielbeitrag/

Autor Account anlegen

Du solltest es dringend vermeiden, Seiten und vor allem Beiträge mit deinem WordPress Admin Account zu veröffentlichen. Denn sonst wäre die Anpassung des Admin Benutzernamen schlichtweg hinfällig, denn jeder würde den Benutzernamen bei deinen Beiträgen lesen können.
Daher solltest du einen Benutzer anlegen mit dem du deine Beiträge veröffentlichst.
Diesen Account legst du am besten als „Mitarbeiter“ an, dadurch hat er die benötigten Rechte um Beiträge schreiben zu können aber im Falle eines Hacks kann mit dem Account kaum etwas angerichtet werden. 

WordPress Theme installieren

Mit einem passenden Theme kannst du deine Seite nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen anpassen. Im WordPress Theme-Verzeichnis findest du haufenweise kostenlose Themes.

Wenn es doch etwas mehr sein soll kannst du eines der zahlreichen Premium oder Freemium Themes nutzen. Auf Themeforest* findest du Unmengen an Themes.
Um dir die Auswahl zu erleichtern habe ich hier eine kleine Auswahl äußerst beliebter Themes:

Mit Drag & Drop Page Buildern wie Elementor, kannst du deine Seite ganz einfach nach deinen Vorstellungen anpassen. Die Kombination mit CSS Hero sorgt für fast unbegrenzte gestalterische Möglichkeiten. Ohne jegliche Programmierkenntnisse.
Schau dir hierzu auch meine ausführliche Review über den WordPress Page Builder Elementor (Pro) an.

WordPress Plugins installieren

Es gibt ein paar Plugins die eigentlich jede WordPress Webseite benötigt.
Hier meine Liste der empfohlenen Plugins:

Die erstgenannten Plugins sind meist Premium Plugins, mit denen ich hervorragende Erfahrungen gemacht habe und die ich selbst auch aktuell einsetze.
Allerdings habe ich auch kostenlose Alternativen aufgeführt, die gerade für Anfänger durchaus gute Dienste verrichten.

WordPress Seiten anlegen: Diese Seiten benötigt jede Webseite

Bevor du loslegen kannst und Beiträge zu erstellen müssen zunächst noch ein paar Seiten erstellt werden. Bei den empfohlenen und zwingend erforderlichen Seiten handelt es sich um folgende:

  • Startseite: Ist und bleibt eine der wichtigsten Seiten, da die meisten User nachdem sie auf einer „Unterseite“ deiner Webseite gelandet sind meist auf die Startseite navigieren. Bei Chimpify findest du einen Beitrag, wie die perfekte Startseite aufgebaut sein sollte.
  • Blog: Wie oben erwähnt benötigst du eine Seite für deine Blogbeiträge. Solltest du keinen Blog auf deiner Webseite betreiben ist diese Seite natürlich hinfällig.
  • Über Uns (About Us): Ebenfalls eine wichtige Seite, damit deine potentiellen Kunden mehr über dich und dein Business erfahren können. Diese Seite wird öfter aufgerufen als man vielleicht denkt und sollte darum nicht unterschätzt werden.
  • Kontakt: Deine Kunden brauchen eine Möglichkeit um mit dir und deinem Unternehmen in Kontakt treten zu können. Deshalb solltest du auch eine Seite mit all deinen Kontaktdaten und einem Kontaktformular auf deiner Webseite integrieren.
  • Impressum: In Deutschland gilt Impressumspflicht, deshalb musst du unbedingt ein Impressum auf deiner Webseite integrieren.
  • Datenschutzerklärung: Ebenso wie ein Impressum muss deine Website auch eine Seite mit der Datenschutzerklärung enthalten.

Wie geht es nun weiter?

Deine WordPress Webseite ist mit den wichtigsten Dingen versorgt. 
Als nächstes solltest du dich um die Ladezeit deiner Website kümmern. Dazu habe ich eine Anleitung mit 29 Tipps wie du die WordPress Ladezeit optimieren kannst.

Wenn deine Webseite über einen Blog verfügt (was ich dir sehr raten würde) geht es nun erstmal darum Inhalte für deinen Blog zu erstellen.
Ich würde zunächst versuchen, dass du es schaffst in regelmäßigen Abständen neue Beiträge zu erstellen. Empfehlen würde ich einmal pro Woche oder maximal alle 14 Tage.
Du solltest nicht zu oft posten, denn dadurch kommst du schnell an deine Grenzen und kannst das Tempo nicht lange halten. Aber auch nicht zu selten, denn dann verpufft das meiste deiner Bemühungen.

Natürlich geht es nicht nur darum Beiträge zu erstellen, damit etwas geschrieben wurde. Ziel ist es Inhalte zu erstellen, die für deine Zielgruppe relevant sind und diese Inhalte so zu vermarkten, dass sie deine Zielgruppe auch erreichen.

Darum kümmern wir uns ausführlich in weiteren Beiträgen.

Offene Fragen?

Mich würde jetzt interessieren ob dir der Beitrag helfen konnte?
Solltest du noch Fragen haben, dann hau sie direkt unten in die Kommentare und ich werde dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Tariq
Tariq
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